Bemusterung

Am Sonntag, den 14.05.2017 ginge es endlich nach Frankenberg zur Bemusterung. Wir sind einen Tag vorher angereist, um Montags entspannt in den Tag starten zu können. Ich schreibe für die anderen Fingerhaus Bauherren immer die Aufpreise dazu.

Am Montag um 08:30 Uhr ging es mit diesem obligatorischen Foto los:

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Danach wurden wir von unserer Kundenbetreuerin abgeholt und in das Büro des Bemusterers gebracht. Nachdem wir den Zeitplan für Bodenplatte & Co. durchgegangen sind, hat sich unsere Kundenbetreuerin verabschiedet und wir starteten mit den Öffnungsrichtungen von Türen und Fenstern in die Bemusterung. Dann kam auch schon der schwierigste Teil: Die Badezimmer.

Die Dusche hatten wir bereits mit 120 x 100 cm im Werkvertrag. Wir waren uns aber wegen des Platzbedarfs nicht ganz sicher und hatten die Dusche bisher nur mit 100 x 100 cm einzeichnen lassen. Das haben wir nun geändert und erhalten eine 140 cm lange Wandscheibe, an der das Waschbecken montiert wird, mit dahinter liegender Duschwanne.

Bei der Wanne handelt es sich um das Modell Kaldewei Superplan (120 x 100 x 2,5 cm).  Auf der Seite Richtung Fenster wird die Duschkabine mit einer Glasscheibe und Aluprofilen geschlossen, auf der gegenüberliegenden Seite eine Pendeltür montiert. In Summe sieht das Ganze dann ziemlich genau so aus:

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Sobald uns die Zeichnungen der Bäder vorliegen, reiche ich diese noch nach. Aufpreise kann ich bis hierhin nicht nennen, weil es sich um einen Paketpreis aus dem Werkvertrag handelt. Die ersten Mehrkosten des Tages verursachte die altbekannte Duschnische (620 Euro):

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Weiter ging es mit der Regendusche, dort haben wir uns für ein eckiges Modell entschieden (Hansa VIVA Regendusche mit Wandauslass 25×25 cm, 627 Euro):

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Wir wollten auch unbedingt ein Thermostat, allerdings haben uns die Aufputzvarianten nicht so gut gefallen. Daher wurde es dann dieses leider recht teure Modell (Hansa Unterputz Thermostat mit Umsteller, 569 Euro):

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Dazu noch eine Handbrause mit „Verdrehschutz“ von Hansa (80 Euro) und das Thema Dusche war durch.

Weiter ging es mit den Badmöbeln. Wir hatten uns eigentlich schon vor der Bemusterung auf die Serie Sinea von Burgbad festgelegt und sind dabei in EG und OG geblieben. Auf Grund der FH Apothekenpreise blieb es bei den Waschtischen, weitere Möbel bzw. Spiegel besorgen wir lieber selbst.

EG -> Sinea 65 cm (Eiche Flanelle) Gäste WC, 1.043 Euro:

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OG -> Burgbad Sinea 121 cm (Eiche dunkel) Bad OG, 2.516 Euro:

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Das große Waschbecken bekommt die abgebildete Armatur (Hansa Primo „lang“, 101 Euro). Das Waschbecken im EG erhält die Hansa Primo XL (sieht fast aus wie die auf dem Foto, ist mit 26 Euro aber viel günstiger). Die Becken sind beide in weiß matt gehalten (wie beim großen Waschtisch zu sehen), hoffentlich ist das einigermaßen pflegeleicht ;-).

Bei der Badewanne sind wir dann immerhin im Standard geblieben (Kaldewei Saniform Plus) :-):

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Die Fliesen haben etwas mehr Zeit benötigt. Im Endeffekt werden es in beiden Bädern am Boden Fliesen von Ecoceramic (NOR 600 Marengo rekt. 30 x 60 cm). Diese Fliesen werden wir auch in der Diele von FH mit verlegen lassen (ca. 95 Euro/qm + Sockelfliesen).

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An den Wänden werden es die in etwas hellerem grau gehaltenen Princess Ceramic Prestige in hellgrau (ganz links zu sehen):

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Beides im Standard und die Princess Ceramic sind eigentlich ebenfalls Bodenfliesen. Wir haben an den Wänden so wenig wie möglich Fliesen geplant, daher hält sich der Aufpreis für die Edelstahlleisten nach Verrechnung mit 410 Euro in Grenzen.

Bei der Toilette gab es zufällig gerade eine Aktion (die gibt es glaube ich nun auch schon mindestens seit 5 Jahren), daher wurde es 2x V&B Omnia (in Summe 380 Euro):

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Bei den WC Drückern haben uns die Viega Style 11 am besten gefallen. Allerdings nicht wie abgebildet in weiß, sondern in matter Edelstahloptik.

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Das war’s mit den Bädern, weiter ging es mit dem Kamin. Auch hier hatten wir uns vorher festgelegt (Olsberg Palena Compact), müssen auf Grund der Abstände aber eine Wand 10 cm weiter rausziehen. Einen Druckwächter oder Dachstiegen brauchen wir laut Schornsteinfeger Gott sei Dank nicht, daher bleibt nur der Aufpreis für den 2. Reinigungsfuchs (320 Euro) und die Montage durch FH (450 Euro). Das mit der Montage war uns neu, ist aber leider nicht zu ändern.

Hier noch der Ofen:

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Und nun zur Treppe. Die einzige Variante, die uns von Anfang an zu 100% überzeugt hat, dürfte leider auch die teuerste sein :-(.

Sei’s drum, wir haben sie schlussendlich im Budget untergebracht und freuen uns daher auf unsere Stahlwangentreppe in RAL 7016, mit Edelstahlstäben im Geländer und Glasrücklauf für 4.089 Euro. Dazu kommen noch die geölten Stufen (256 Euro) und das Ganze in Eiche blockverleimt (720 Euro). Auf dem Bild ist Eiche geölt stabverleimt zu sehen, weil es leider kein Muster in der blockverleimten Variante gab.

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Weiter geht es nach draußen. Weißer Außenputz und ein möglichst dunkler Sockelputz waren gesetzt (Farbton 828, ca. 14 qm für in Summe 952 Euro), bei den Dachuntersichten waren wir uns zunächst nicht ganz sicher. Wir sind dann schlussendlich ebenfalls bei weiß gelandet, auch wenn der Pflegeaufwand deutlich höher ausfallen dürfte. Die Tondachziegel aus dem Gutschein werden in schwarz ausgeführt, die Dachrinnen bleiben ebenfalls im Standard (Zink).

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Die Standard Putzstreifen in grau waren uns nicht dunkel genug, daher wählten wir den aufpreispflichtigen Farbton „37103 Basaltgrau X-Black“. Dunkler geht wohl nicht und die X-Black Variante verhindert mit einer speziellen Beschichtung das Aufheizen des Putzes.

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Und weiter ging’s zu Fenstern und Haustür. Die Fenster werden außen in RAL 7016 foliert (1.344 Euro inkl. WiGa) und im EG mit der Schutzklasse RC2N ausgeführt (1.068 Euro inkl. WiGa). Die vier Fenster im OG sind zusätzlich abschließbar (in Summe 100 Euro). Die Raffstore für den Wintergarten wollen wir später extern vergeben, daher gibt es hier nur eine Vorbereitung bzw. Aufdopplung (580 Euro). Die Fensterbänke werden in Aluminium „natur“ ausgeführt, die Laufschienen der Rollläden und die Abschlussleisten in RAL 7016 (kein Aufpreis!). Bei den Rollläden setzen wir auch ein freches „Lichtgrau“ und bei den Innenfensterbänke auf KH-Carrara.

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Eine Terrassentür wollten wir gerne von außen mit einem Schloss versehen (290 Euro), das sieht dann so aus:

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Da der Wintergarten direkt neben unserer 2 Meter breiten Terrassentür liegt, wollten wir zumindest diese bereits mit einem Raffstore ausrüsten. Die Raffstoren kommen nun von Roma und nicht mehr von Warema. Durch den neuen Wandaufbau und Herstellerwechsel sind die Raffstoren nun auch komplett in der Fassade verbaut und es schaut kein Kasten mehr raus. Die „alte“, sichtbare Lösung wird übrigens auch gar nicht mehr angeboten. Angeblich sind die neuen Raffstore auch durch eine spezielle Form weniger windempfindlich (… klang ein wenig nach Marketing bla bla). Ärgerlich für mich: Es werden ausschließlich Somfy Funkmotoren verbaut, das erschwert natürlich die Anbindung an andere Systeme. Für den Wintergarten war uns das wie gesagt erst mal zu teuer, die rüsten wir dann günstiger nach.

Das „Elektrifizieren“ unserer 11 normalen Rollläden hat 2.740 Euro Aufpreis gekostet, für den Raffstore kommen noch folgende Positionen hinzu:

Raffstore für 2 Meter Terrassentür mit Somfy Motor: 1.014 Euro

Somfy Sonnensensor + Steuereinheit für Raffstore: 265 Euro

Somfy Windsensor für Raffstore: 162 Euro

Der letzte Punkt des Tages war die Haustür. Da ich leider vergessen habe ein Foto zu machen, hier die reinen Fakten:

Kera Holztür Modell H1941 in RAL 7016: 451 Euro

Trittschutz Edelstahl: 252 Euro

Edelstahlstange 120 cm und Sicherheitsschließzylinder: 314 Euro

Scheibe satiniert: 74 Euro

Keramatic Motorschloss selbstschließend inkl. Fernbedienung: 719 Euro

Beim Motorschloss war ich überrascht, dass es wesentlich günstiger als das Bluemotion für die Kunststofftüren ist (das kostet um die 1.400 Euro). Das passende Busch Jäger Welcome mit RFID und Kamera sollte an die 5.000 Euro kosten.  :what2 Das haben wir dann gelassen, besorge ich ggf. selbst oder suche nach einer ähnlichen Lösung.

Damit war der erste Tag gegen 17:00 Uhr geschafft und wir ziemlich platt :-). Nach einem leckeren Essen auf dem Langut Walkemühle bei bestem Wetter, fielen wir erschöpft ins Bett.

Am zweiten Tag ging es dann noch um die Elektroplanung, die Positionierung von Luftauslässen und Heizkreisverteilern und die Ausführung der Terrassenausgänge. Für die Elektroplanung haben wir ja einiges an Vorarbeit geleistet, daher wurde unser Plan mehr oder weniger 1:1 übertragen.

Das Schalterprogramm kommt von Gira (System 55):

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Und die Lüftungsgitter dürfen natürlich auch nicht fehlen (Modell Torino, in Summe 252 Euro):

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Für unsere Wärmepumpe (Stiebel Eltron LWZ 304 Trend) gab’s als Schmankerl noch ein Upgrade für die Steuerung und das Logging per Browser und App (ISG Web, 550 Euro). Der Enthalpiewärmetauscher sollte übrigens um die 1.600 Euro on top kosten. Der normale Wärmetauscher wird daher trotzdem mit ausgeliefert und nicht angerechnet. Haben wir dann auch gelassen…

Um die Terrassenausgänge haben wir ein paar Runden gedreht, nun werden die Ausgänge abgedichtet, so dass das Pflaster direkt an die Wand angrenzend verlegt werden darf.

Nachdem wir ca. 1 kg Papier unterzeichnet hatten, haben wir uns gegen 16:00 Uhr wieder auf den Weg in Richtung Heimat gemacht.

Ach ja, den Spritzputz lassen wir nun auch von FH ausführen (7.068 Euro).

Fazit: Die Bemusterung war gelungen, anstrengend und wir sind im geplanten Budget geblieben. Die Vorfreude auf unser Haus steigt von Tag zu Tag 🙂

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